Split und die dalmatische Küste

Spread the love
Als uns im Februar der  Winterblues erwischte suchten wir händeringend nach einer sonnigen Destination, die keine 12 Flugstunden entfernt lag, denn unser Zeitlimit lag bei einer Woche.
Der Zehntages-Wetterbericht für Split war vielversprechend und der Flug günstig, aber da wir niemanden mit Rollstuhlerfahrung in der Region kannten, war es dennoch ein Sprung ins kalte Wasser. Klar man findet immer ein Hotel, rollstuhlgerecht mit schöner Sonnenterasse, aber das ist nicht unser Ding. Kurzum, wir haben in dieser Woche die ganze Küste zwischen Makarska und Krka abgeklappert und waren verzaubert, von den kleinen Hafenstädtchen, den kurvigen Strassen mit Ausblick und der Vielfältigkeit des Landes.
Nicht immer sind Behindertenparkplätze ausgeschrieben, aber es fand sich immer ein Platz, der das Besichtigen möglich machte. Das könnte in der Hauptsaison im Sommer schwieriger werden, aber wir trafen aus sehr viel Verständnis und „laissez faire“.
In Split gibt es einen Parkplatz am Hafen, zwischen Altstadt und Fährbereich. Von dort lässt es sich komplett barrierefrei in die Altstadt rollen. Man fährt direkt auf die alte Palastfront des Diokletianspalast zu, der sich bis heute in der Altstadt erhalten hat. Hier säumen unzählige Cafés die Hafenpromenade.
Ein erster Blick in die Gewölbekeller des Palastes gewährt der Zugang rechter Hand (Nr.11 auf dem Plan von „visit split“, den man downloaden kann.https://visitsplit.com/de/421/materialien-zum-download) Man sieht von hier schon das „Herz“ des Palasts mit dem Kathedralvorplatz. Von dieser Seite ist der Platzvallerdings nur über steile Treppen zu erreichen.
Fährt man zurück und weiter links auf den Vocni Platz und entlang der Maruliceva bis zum Ferreator. Hier kann man treppenlos auf das Palastgebiet. Biegt man gleich wieder rechts ab kommt man zum Platz des Jupittertempels. Von hier geht man am  besten wieder zurück und dann auf der „Hauptstrasse“ weiter bis zum Peristyl, dem Platz, den wir schon vom Gewölbekeller aus gesehen haben.
Links sieht man die Kathedrale und dahinter das Tor, das heute zum Markt führt. Der Platz ist stark durch Treppen gegliedert, aber es ist eine tolle Kulisse. Wenn man in Richtung des rückwärtigen Teils des ehemaligen Palasts geht, kann man durch die Gassen ohne Treppen bis zum Goldenen Tor rollen, dort befindet sich auch die Kunstgallerie. (Zum Zeitpinkt unseres Besuchs war die Zufahrt wegen Umbauarbeiten sehr holprig, das soll inzwischen wieder behoben sein, wie mir das Museum mitteilte)
Rollstuhlgerechte Toiletten findet man am Hafenparkplatz. Im Februar  stand uns der Sinn nicht so recht nach Schwimmen, deshalb interessierten uns eher die Strandpromenaden, unser kroatischer Freund Mirko fand man sollte aber die  Strände Bene/ Bacvice am Berg Marjan (Rampe, behinderten gerechte Toilette, spezieller Rollstuhl in der Saison) und Znjan (Rampe, Lift, Dusche, WC, Garderobe, Bänke, Parkplätze) unbedingt erwähnen. Sie sind in der Hauptsaison aber auch zziemlich stark frequentiert.

TROGIR

Schon die Griechen besiedelten im 3. Jh. vor Christus die Insel vor der Küste. Die Altstadt ist ab aber vorallem ein schönes Beispiel der Stadtbebaung zwischen dem 13. und 15,Jh. Die kleine Altstadt von Trogir wird seit kurzem von neugierigen Fans mit ganz bestimmten Interesse besucht. „Game of Thrones“ wurde  hier zum Teil gedreht. Es gibt  bereits Themenführungen zu den einzelnen Einstellungen. Auch ohne spezielles Interesse bietet die Altstadt von Trogir viel. Enge gepflasterte Gassen  lassen sich wunderbar durchfahren.  
Zum Parken sollte man der Zentrumsbeschilderung folgen, ein Parkplatz befindet sich gleich rechts hinter der Brücke. Von dort aus sind wir zunächst zur Fesung Kamerlengo gerollt und dann am Ufer entlang und anschließend durch die Altstadt zum Hauptplatz mit Rathaus und Uhrturm und dann am südlichen Ufer zurück zum Auto. da die Altstadt klein ist, kann man problemlos durch die Gassen fahren. An zwei Stellen haben wir jeweils eine Stufe angetroffen, die man aber problemlos umfahren konte. Cafés und Restaurants findet man an beiden Ufern der Altstadtinseln. Sollte der kleine Parkplatz auf der Altstadtinsel voll sein, dann gibt es zwei größere rechts und links der Brrücke auf dem Festland. Das wird vorallem im Juli/August zur Hauptsaison die schnellere Variante sein.
 

Krka Wasserfälle

Wir fuhren auch ins Inland zum Krka Nationalpark. Der Wasserstand war sehr hoch und die Fälle waren enorm beeindruckend. Obwohl ein Teil der Stege aufgrund des hohen Wasserstandes geschlossen waren, konnten wir alles erreichen. Man fährt durch eine schwach besiedelte Landschaft, die selbst im Winter idyllisch ist und kaum hat man den Küstenstreifen verlassen, fährt man nahezu alleine über die kleinen Strassen. Die Zufahrt zu den Waserfällen ist im Winter absolut problemlos und im Sommer können Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Besucher entweder selbst bis zu den Fällen fahren oder in der Hochsaison auch mit einem Shuttlebus, vom oberen Parkplatz aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Seite benutzt Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. Datenschutzerklärung