Venedig

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Geliebt, Gehasst, Vergöttert oder ganz gemieden….

Venedig ist nicht mit einer Notitz zu erfassen, möglicherweise nicht mal mit hundert verschiedenen. Nähern wir uns doch ganz langsam in vielen kleinen Schritten, so gefiele es wohl auch den Bewohnern der Lagunenstadt. Zurzeit macht sie wieder Schlagzeilen, oder sollte man sagen sie schlägt hohe Wellen… Die Lage im Wasser war schon sehr lange Anlass zur Sorge und wegen der unglaublichen Dichte von Kunst und historischen Bauten in der Stadt geschieht das auch immer auf internationaler Ebene. Kaum ist jedoch ein Problem halbwegs gelöst, wie das des schwankenden Wasserstands schwimmt schon das nächste heran, zuletzt in Gestalt der immer größer werdenden Kreuzfahrtschiffen. Nicht nur ihre Bugwellen wirken zerstörerisch auf die Fundamente der Stadt sondern auch die Masse der Besucher macht der Stadt immer mehr zu schaffen. Für die meisten Bewohner inzwichen ein unerträglicher Zustand. Aber auch der Individualbesucher verschärft die Situation in der Stadt. Der Wunsch nach Authentizität und die hohen Hotelpreise in der Stadt lassen viele auf die Angebote von Airbnb und anderen Vermietern von Apartments und Ferienwohnungen zurückgreifen. das aber sorgt dafür, dass immer weniger Wohnungen für „Normalmieter“ zur Verfügung stehen, denn die Wohnungsbesitzer verdienen deutlich mehr bei Kurzzeitvermietung vorallem kleiner Wohneinheiten.

Also besser ein Hotel in der Stadt, wenn es günstiger sein soll, empfielt es sich ausserhalb der Hauptsaison http://www.beste-reisezeit.org zu fahren oder aber auf dem Festland zu wohnen und mit dem Zug in die Stadt zu kommen. Besonders schön ist es aber in der Stadt unterwegs zu sein, wenn die vielen Tagesbesucher auf dem Heimweg sind……

Ich habe selbst schon in einer solchen Wohnung in Venedig genächtigt und fand es ganz toll. Erst einige Monate danach hat mich ein Freeund auf die Folgen solcher Mietangebote aufmerksam gemacht. Mir war nicht bewusst wieviele Wohnungen auf diese Art zweckentfremdet werden.

Nun das letzte, was ein Tourist, als Gast in einer Stadt wollen sollte, ist, dass man sie komplett verändert oder gar zerstört. Die Bewohner sind für mich immer ein wichtiger Aspekt eines Reiseziels, ohne ihre Vorlieben, Schrullen und Lebensweise, bleiben nur leere Hüllen zurück.

Dann nämlich findet sich Platz in den Cicchetti Bars, die viele unterschiedliche Kleinigkeiten zum Wein anbieten, zum Teil alte Rezepte, die nur im Umfeld von Venedig zu finden sind. Sie finden sich in der ganzen Stadt und jede hat so ihre Spezialitäten. bei einem Glas Wein und Cicchetti lässt sich auch viel leichter Kontakt finden, denn die meisten Einheimischen kommen zu ihrer Bar regelmässig und kenne auch jede Menge Geschichten, rund um diese Institution. Einer meiner Favoriten bleiben die Cantine del Vino giá Schiavi, Fondamenta Nani, Dorsoduro, obwohl schon lange kein Geheimtip mehr, bleiben sich die Besitzer treu und die Qualität stimmt. Wer mag kann auch eine organisierte Tour buchen, z.B. durch Urban Adventures

Mir gefällt es, sich treiben zu lassen und terminlos einen Weg durch die Stadt zu finden, Zeit für Fotos und die kleinen Geschäfte zu haben, die es noch in Venedig gibt. Am Morgen und am Nachmittag geht das am besten, wenn weniger Menschen in den Gassen unterwegs sind.

Wer dachte Venedig mit dem Rollstuhl- unmöglich! Der ist klar auf dem Holzweg. Na logisch, die Lage ist nicht ideal, wenn man Treppen meiden muss. Aber Venedig will Rollstuhlfahrern den Besuch möglich machen. Es beginnt mit günstigen Behindertenparkplätzen auf dem Piazzale Roma, nicht frei aber mit eigenem Parkgebührautomaten, direkt neben demjenigen für einfache Open Air Parkplätze. Die Preise sind gestaffelt je nach Aufenthaltsdauer. Falls man keinen Platz findet, morgens ganz klar leichter als später am Tag, bleiben die Parkhäuser.

Zum Vaporetto, dem Wasserbus kommt man ohne Barrieren über Rampen. In die Boote kommt man oft nicht ohne Hilfe, je nach Wellengang. Da jedes Boot mit mindestens einem „Schaffner“ besetzt ist und weiteres Personal an der Haltestelle wartet, ist das kein Problem. Jedes Vaporetto hat zwei große Nischen für Rollstühle.

Nicht jede Strasse ist geeignet für Rollstuhlfahrer, der Brücken wegen, deshalb hat die Stadtverwaltung Routen ausgearbeitet, die machbar sind und viele Sehenswürdigkeiten ansteuert. http://www.comune.venezia.it/citt-tutti-0

Neben dieser allgemeinen Karte http://www.veneziaunica.it/en/content/visit-venice-0 findet man dort auch Detailkarten, die genaue Wege aufzeichnen, wie z.B. der Markusplatz ohne Treppen zu erreichen ist.

Man erhält die Pläne auch als Kopie im Tourismusbüro, vorab lässt sich aber die Tour viel besser planen, ausserdem sieht man hier auch, welches Hotel erreichbar ist. Alle italienischen Hotels müssen per Gesetz behindertengerchte Zimmer anbieten, aber im Falle von Venedig muss man ja auch hingelangen.

Rund um den Rialto Markt, Haltestellen S. Sivestro (bequemer) oder Rialto Markt lässt sich allein schon ein wunderbarer Teil der Stadt erkunden, mit kleinen Läden, Cichhetti Bars und Restaurants rund um die Erberia.

Oder wem das viel Rummel ist, der sollte dem Viertel Ospedaletto und dem Campo de le Meravigie (Haltestelle Ospedale Civile) einen Besuch abstatten. Auch die vorgelagerten Inseln Murano, Burano und Torcello sind einen Abstecher wert.

Venedig ist ohne Zweifel ein Gesamtkunstwerk, und schon das Spazieren durch die Gassen oder eine Bootsfahrt durch die Kanäle sind ein absolutes Highlight. Komplett aber wird das Kunsterlebnis Venedig erst durch den Besuch eines Museums oder Palastes.Z.B im Viertel S. Margherita das großartigen Museum Ca´Rezzonico.  Viele sind problemlos erreichbar und durch Umbauten der letzten Zeit auch mit dem Rollstuhl erlebbar. Hier eine Auswahl der wichtigsten Kuststätten und ihr Zugang:

Museen

Dogenpalast : Der Haupteingang befindet sich an der Seite zum Wasser, der Via Porta del Frumento. Hier ist eine Stufe von 15 cm Höhe zu überwinden. Alternativ gibt es eine Möglichkeit durch den Hof und die Porta della Carta ebenerdig in den Palast zu gelangen. Von dort aus erreicht man dieoberen Stockwerke mit dem Lift. Hier befinden sich auch Toiletten und die Cafetteria. Sollte beim Haupteingang kein Personal sein und man allein reist kann man auch gleich durch den Hof gehen, dessen Zugang sich zwischen der Basilika und dem Palast befindet. * 8:30 -19:00  http://palazzoducale.visitmuve.it/  Vom 7.9. bis zum 6.1.19 findet im Apartemento del Doge eine Tintoretto Austellung anlässlich seines 500sten Geburtstages statt.

San Marco : Der Zugang zur basilika ist nur über die Porta dei Fiori  (Seiteneingang links ) einfach. Dort gibt es eine Rampe. Man sollte sich beim Personal melden. In der Basilika ist der Boden sehr uneben und einige Bereich sind nur über weitere Treppen zu erreichen. Aber schon die Vorhalle und die erreichbaren Bereiche lohnen den Aufwand. *9:30-17:00, zwischen 11:30 und 12:45 im Inneren beleuchtet.

Ca´Rezzonico, (Venedig im 18.Jh.) : erreichbar über die Haltestelle S. Basilio, Fondamenta Zattere, am Giudecca Kanal, Es ist ein schöner Spaziergang durch das Universitätsviertel S. Margherita bis als Rollstuhlfahrer am Museum ist, aber das lohnt sich, man sieht hier mehr vom ursprünglichen Alltag Venedigs als in vielen anderen Vierteln. Der Zugang zum Museum liegt am Ende des Fondamenta Rezzonico ( Nr.5 auf der Karte der Stadtverwaltung. *10:00 -18:00

Accademia : Tickets kann man online kaufen, in der Hauptsaison sehr zu emphelen. Die Haltestelle ist Accademia. Durch Umbauten werden die Wege im Museum in den nächsten 3 Jahren immer wieder verändert, das betrifft auch die barrierefreien Routen. * 8:15-19:00, Mo. 8:15 -14:00

Neues um Transport mit Wassertaxis in der Lagunenstadt!

Man kann über das Tourismusbüro auch Wassertaxis mit Hublifter bestellen. Sie sind eher selten und eine Vorbestellung ist unerlässlich. Abergeraxe während der Biennale und wenn man zu ganz bestimmten Orten will sind sie die einzige Variante. Es gibt zwei Möglichkeiten sie zu bestellen: Venezia Turismo +39 041 240 27 71 oder Consorzio Motoscafi Venezia: +39 335230896

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